Kurz notiert: Lange Nacht der Museen

Ich fand an der langen Nacht der Museen so toll, dass die #Museen als offene Häuser verstanden werden, die voll sind, die lebendig sind, in denen diskutiert & gelacht wird. Museen, die Platz bieten für Musik & Theater & Literatur. Mehr davon! Ich bin überzeugt, dass die Bremer Museen auch im Alltag offener werden können, wenn der Zugang zum Museum leichter wird & #Eintrittshürden abgebaut werden. Deshalb freut es mich, dass die SPD meinen Vorschlag zu einem #kostenfreien #Museumstag in der Woche aufgegriffen hat, auch wenn ich es falsch finde ein Modellprojekt zu starten ohne den Museen finanzielle Rückendeckung zu geben.

Kurz notiert: Opening im Irgendwo

Lärmmessung nach Gehör ist ja immer so ne Sache, aber gestern Nacht beim Opening des Irgendwo bin ich im 0:30 und 3:00 in der Bochumerstraße gewesen und hörte… Nichts! Stimmt nicht ganz, die Autos von der Straße waren zu hören, aber keine Musik, kein Bass, da müsste jede*r friedlich schlummern können! Die Crew vom Irgendwo, Kai Wargalla & ich sprachen die halbe Nacht mit der Polizei & der Lärmschutzmessung, die nichts zu meckern, aber alles zu prüfen hatten. & Rückendeckung von allen Verantwortlichen erfährt, damit die Leute dort ganz entspannt tanzen & einfach sein können!

LINKE fordert: Freien Eintrittstag in den Museen richtig ausfinanzieren

Auf ihrer Klausurtagung hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion unter anderem einen Antrag beschlossen, der einen Tag mit freiem Eintritt in den öffentlichen Museen vorsieht.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft kommentiert den SPD-Vorschlag: „Schön, dass die SPD unseren Vorschlag aus der Bürgerschaft aufgreift und einen freien Eintrittstag pro Woche in den Museen einführen will. Dies ist ein wichtiger Weg, um die Zugangshürden zur Beteiligung am kulturellen Leben der Stadt zu senken. Der konkrete Antrag der Sozialdemokrat*innen ist aber nur als halbherzig zu bezeichnen. Statt die Museen verbindlich mit zusätzlichen öffentlichen Geldern auszustatten, um die Ausfälle bei den Einnahmen gegenzufinanzieren, wird nur ein Modellprojekt ohne Finanzzusagen angekündigt. Damit besteht die Gefahr, dass die Museen die Einnahmelücken selbst ausbaden müssen. (mehr …)

Breminale: LINKE fordert Ausschreibung eines ‚Festivals an der Weser‘ ab 2019

In der gestrigen Sitzung der Kulturdeputation (16. Mai 2018) wurden die Deputierten in einer Tischvorlage darüber informiert, wie es zukünftig mit der Breminale weitergehen soll. So haben sich der Senator für Kultur und die Wirtschaftsförderung Bremen darauf verständigt, dass lokale Veranstalter*innen für das Jahr 2020 aufgefordert werden, eigene Konzepte für ein ‚Festival an der Weser‘ einzureichen. Dabei gebe es keine Bindung an den Namen Breminale. Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zu den bisherigen Ankündigungen der Kulturstaatsrätin Emigholz, ein solches Ausschreibungsverfahren bereits für das Jahr 2019 durchzuführen.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, kommentiert dazu: „Wir wollen eine öffentliche Ausschreibung eines ‚Festivals an der Weser‘ nicht erst 2020, sondern 2019. So hatten wir es im Frühjahr in der Deputation verabredet. Diese Ausschreibung soll lokale Akteurinnen und Akteure ansprechen, die sich vorstellen können, solch ein Festival mit höchster kulturfachlicher Qualität zu stemmen. In der Sitzung stellte Emigholz klar, dass es noch Handlungsspielräume für die Kulturdeputation gebe, das Festival bereits schon für 2019 auszuschreiben. Wir fordern die Kulturbehörde auf, genau diese Handlungsspielräume jetzt zu nutzen, um ein transparentes Ausschreibungsverfahren für 2019 zu eröffnen.“ (mehr …)

Debatte zu Honorarkräften an VHS & Musikschule

P1050295Interessante Debatte in der Bürgerschaft zu Arbeitsbedingungen für #Honorarkräfte an #VHS & #Musikschule. Alle Fraktionen erkennen an, dass DIE LINKE auf ein ernstzunehmendes Problem hinweist, wenn es 14 Jahre lang keine Honorarerhöhung gab, wenn mit dem Lohn unter Garantie in die Altersarmut rutscht. Deshalb wird das Thema in der Kulturdeputation weiter behandelt. Selbst Staatsrätin Emigholz spricht hier von einer „signifikanten Gerechtigkeitslücke“. Ich freue mich, dass die anderen Fraktionen das Problem sehen. Entscheidend sind aber nicht blumige Worte sondern finanzielle Veränderungen. Ich fordere von der Regierung ein Bekenntnis für die Honorarkräfte durch zusätzliche Mittel für VHS & Musikschule im Haushalt, & zwar in der Dezembersitzung zum Haushalt. Ansonsten akzeptiert die Regierung für weitere 2 Jahre die prekären Beschäftigungsbedingungen. Das wäre fatal! #fairstattprekär

Zu viele Jugendliche ohne Perspektive – Strunge fordert Diskussion um Ausbildungsumlage

37 Prozent der Bewerber*innen erhalten einen Ausbildungsplatz, die Zahl der Ausbildungsplätze reduziert sich um 150 und es gibt 42 Prozent mehr unversorgte Bewerber*innen als im Jahr zuvor. Das sind die Zahlen der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven. Diese Ergebnisse sind erschreckend. Sie gehen genau in die falsche Richtung. Wir brauchen dringend wesentlich mehr Ausbildungsplätze, um Bremer Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu bieten“, so Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Gestern veröffentlichte die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven die Zahlen zum  Ausbildungsjahr 2016/2017. Gleichzeitig veröffentlichte die Arbeitnehmerkammer eine Studie zu AusbildungspotenzialenUnbenannt in Betrieben.

Strunge kommentiert: „Obwohl die Zahlen schon alarmierend genug sind, zeigen sie nicht das ganze Bild. So werden in der Statistik der Bewerber*innen um einen Ausbildungsplatz nicht alle Interessierten erfasst, sondern nur diejenigen, die sich bei der Agentur für Arbeit melden und die dann auch als ausbildungsreif eingestuft werden. Die reale Zahl der Bremer Jugendlichen, die gerne eine Ausbildung machen würden, ist wesentlich größer. Die neue Studie der Arbeitnehmerkammer weist auf ein weiteres großes Problem hin: Bremer Jugendliche ohne Abitur haben schlechte Karten direkt nach dem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Sie konkurrieren mit über 2000 Einpendler*innen aus dem Umland und mit den Abiturient*innen. In Bremen gehen 35 Prozent der Ausbildungsplätze an Abiturient*innen, das sind sieben Prozent mehr, als im Bundesdurchschnitt. Bei der Handelskammer gehen mehr als die Hälfte der Ausbildungsverträge an Jugendliche mit Abitur. Bremen kann es sich nicht leisten Jugendliche ohne Abitur auf der Strecke zu lassen. Es ist unsere verdammte Pflicht ihnen Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten.Deshalb kann  es nicht sein, dass nur die Hälfte aller ausbildungsberechtigten Betriebe ausbildet, hier muss die Politik eingreifen. Da die Erfahrungen freiwilliger Vereinbarungen mit Unternehmen keine Wirkung zeigen und Ausbildungsplätze weiter abgebaut werden, müssen wir endlich in die Diskussion um eine Ausbildungsumlage kommen.“ (mehr …)