Gerätelager statt Veranstaltungszentrum? – „Altes Sportamt“ als kulturellen Raum erhalten

Pressemitteilung vom 10. Februar 2015

Das soziokulturelle Zentrum „Altes Sportamt“ im Ortsteil Peterswerder ist von Schließung bedroht. Die seit 2011 laufende Zwischennutzung soll zugunsten eines Gerätelagers für Sportvereine beendet werden. Aktuelle Pläne werden nach Medienberichten gerade bei der städtischen „Immobilien Bremen“ beraten. Die NutzerInnen des „Sportamtes“ sind an diesen Überlegungen bisher nicht beteiligt. Miriam Strunge, jugendpolitische Sprecherin der LINKEN. Bremen, kritisiert diese Pläne:

„Einem Lagerraum für Sportgeräte eine höhere Priorität einzuräumen, als einem unkommerziellen und breit aufgestelltem Kunst- und Kulturprojekt, ist für mich vollkommen unverständlich. Räume für Kunst, Theater, Lesungen und Partys müssen erhalten und unterstützt werden. Das Alte Sportamt stellt kostenlos Ateliers zur Verfügung, um unkommerzielle Kunst zu fördern, und alle Veranstaltungen sind grundsätzlich ohne Eintritt, damit kulturelle Teilhabe nicht am nötigen Kleingeld scheitert. Deshalb ist dieser Raum besonders schützenswert und muss erhalten bleiben. Es kann nicht sein, dass es in Bremen offensichtlich politischer Wille ist, Räume für kulturelle Projekte nur kurzzeitig zur Verfügung zu stellen und sie dann, wenn sie gut laufen, wieder zu schließen. Die NutzerInnen brauchen verbindliche Perspektiven, um das Alte Sportamt dauerhaft kulturell beleben zu können. Jeden Frühling um eine neue Nutzungsgenehmigung zittern zu müssen, ist da keine Option. Wir fordern deshalb die Einbeziehung der NutzerInnen in die weiteren Pläne der Stadt und unterstützen den dauerhaften Erhalt des Alten Sportamtes als unkommerziellen Veranstaltungsort.“

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