Studierende protestieren gegen Kürzungsmaßnahmen – Professor_innen fordern undemokratischen Eilbeschluss des Rektorats

Pressemitteilung vom 25.02.2015IMG_20150128_081412028

Heute blockierten erneut zahlreiche Studierende die Sitzung des Akademischen Senats, um die geplanten Kürzungsmaßen an der Universität Bremen zu verhindern. Die Studierenden wollen die jahrelange Unterfinanzierung der Uni genauso wenig hinnehmen, wie die geplanten Kürzungen von 5, 8 Millionen Euro. Sie fordern eine Ausfinanzierung der Bremischen Hochschullandschaft. „ Der Protest der Studierenden ist absolut notwendig, die Kürzungen werden sich definitiv in der Lehre niederschlagen.Vor dem Hintergrund der unzureichenden Grundfinanzierung, überfüllten Seminaren und Lehrenden, die unbezahlte Mehrarbeit leisten, um die Qualität der Lehre noch irgendwie zu gewährleisten, sind weitere Kürzungen im Hochschulbereich nicht zu verantworten“, sagt Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Bremer LINKEN, die seit Monaten an den Protesten beteiligt ist.

Die Hochschullehrer_innen im Akademischen Senat fordern nun den Rektor auf, die Kürzungsvorschläge per Eilbeschluss durchzusetzen. „ Dieses Verfahren ist absolut undemokratisch und  widerspricht einer angemessenen Diskussion in der Universität. Wenn die Studierenden, sich so deutlich wehren, dann muss ihr Anliegen vom Rektorat ernst genommen und nach neuen Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Das Rektorat vertritt nicht nur die Hochschullehrer_innen, sondern auch die Student_innen. Ich hoffe, dass sich der Rektor seiner Verantwortung bewusst ist und sich nicht gegen die Studierendenschaft stellen wird. Stattdessen muss er sich gegenüber der Landesregierung weigern, weitere Kürzungen zu vollziehen und die politisch Verantwortlichen klar benennen“, so Miriam Strunge.

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