Raumnot für Lehrende und Studierende beenden: Die Universität braucht ein zusätzliches Seminargebäude

„Die Raumsituation an der Uni Bremen ist miserabel. Durch die Umstellung von Diplom zum Bachelor- und Mastersystem haben sich die Lehrveranstaltungen in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht, aber es sind keine zusätzlichen Seminarräume entstanden“,

erklärt Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft. Strunge weiter: „Durch die fehlenden Räumlichkeiten müssen Seminare in den Abendstunden bis 20 Uhr, teilweise sogar bis 22 Uhr, oder am Wochenende angeboten werden. Konzentriertes Lernen ist dann kaum noch möglich und Lehrende und Studierende mit kleinen Kindern sind wieder mit der Unvereinbarkeit von Beruf beziehungsweise Studium und Lehre konfrontiert. Trotz Verlegung von Seminaren in die Abendstunden reichen die Seminarräume vorne und hinten nicht. So musste die Uni 2013 sogar Räumlichkeiten des Atlantic Hotels anmieten, um Vorlesungen stattfinden zulassen.“

Unabhängige Untersuchungen und bundesweite Vergleiche bestätigen die räumlichen Probleme der Uni Bremen. Die Fraktion DIE LINKE hält deshalb die Investition in ein neues Lehrgebäude für sinnvoll und notwendig und hat einen entsprechenden Bürgerschaftsantrag eingereicht. „Mit einem neuen Lehrgebäude kann die akute Raumnot gelindert werden. So werden Mietausgaben eingespart und Vorlesungen können zu familienfreundlichen Zeiten angeboten werden. Und auch wer keine Kinder hat, freut sich, nicht bis 22 Uhr in der Vorlesung sitzen zu müssen.

Wenn der Senat seinen eigenen Wissenschaftsplan ernst nimmt und sich für die Verbesserung der Lehre einsetzen will, muss er jetzt Geld in die Hand nehmen, denn die Qualität der Lehre wird auch durch ihre Räumlichkeiten bestimmt“,

so Strunge abschließend.

Den LINKEN-Antrag „Neubau eines Veranstaltungsgebäudes an der Universität“ finden Sie hier. antr_linksfr_lehrgebäude_uni

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