Fraktion DIE LINKE kritisiert Auszugsaufforderung an das Alte Sportamt: Nicht-kommerzielle Kulturräume erhalten!

Die Nutzer*innen des Alten Sportamts haben eine offizielle Aufforderung erhalten, das von ihnen genutzte Gebäude in Peterswerder bis Ende Juli ‚besenrein‘ zu verlassen. Sollte ihr Verein Klapstul e.V. dieser Aufforderung nicht nachkommen, droht die Zwangsräumung. Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kritisiert:

„Ein solcher Umgang mit den Aktiven des Alten Sportamts ist ein kulturpolitisches Armutszeugnis, leider nicht zum ersten Mal. Anstatt das nicht-kommerzielle Engagement mit verschiedensten kulturellen Angeboten zu würdigen, werden die Aktiven immer wieder in ihrer Existenz bedroht. Schon mit dem Hinhalten des Zuckernetzwerks bei der Suche nach Räumlichkeiten und der überzogenen Regulierung der Open-Air-Partyszene hat sich Bremens Kulturpolitik nicht von der offensten Seite präsentiert. Dabei hat der Koalitions-vertrag – zur Erinnerung – noch ‚den Erhalt und die Schaffung künstlerischer Freiräume‘ vorgesehen. Auch hieß es dort, dass Immobilien Bremen und WFB bereits 2015 für die Belange von Klapstul und Zuckerwerk Lösungen finden sollten. Diese Signale sind im Nachgang nur als heiße Luft zu verstehen, wenn nicht noch die Weichen umgestellt und die jungen Kulturschaffenden im Alten Sportamt akzeptiert werden.“

Durch Kürzungen können viele Kultureinrichtungen und Jugendzentren Bremens nicht mehr so ‚bespielt‘ werden, wie es von den Nutzer*innen angedacht und gewünscht wird. Strunge: „Wir finden es wichtig, wenigstens letzte nichtkommerzielle Freiräume in Bremen mit politischer Unterstützung zu erhalten. Es ist in keinster Weise nachvollziehbar, warum nicht möglich sein soll, für das seit 2011 gut angenommene soziokulturelle Zentrum hinterm Stadion eine langfristige Perspektive zu schaffen. Wir fordern den Senat und Immobilien Bremen auf, endlich dauerhafte Rahmenbedingungen für den Weiterbestand des Alten Sportamts als Kulturraum zu schaffen. Das Alte Sportamt muss erhalten bleiben.“

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