Breminale: LINKE fordert Ausschreibung eines ‚Festivals an der Weser‘ ab 2019

In der gestrigen Sitzung der Kulturdeputation (16. Mai 2018) wurden die Deputierten in einer Tischvorlage darüber informiert, wie es zukünftig mit der Breminale weitergehen soll. So haben sich der Senator für Kultur und die Wirtschaftsförderung Bremen darauf verständigt, dass lokale Veranstalter*innen für das Jahr 2020 aufgefordert werden, eigene Konzepte für ein ‚Festival an der Weser‘ einzureichen. Dabei gebe es keine Bindung an den Namen Breminale. Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zu den bisherigen Ankündigungen der Kulturstaatsrätin Emigholz, ein solches Ausschreibungsverfahren bereits für das Jahr 2019 durchzuführen.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, kommentiert dazu: „Wir wollen eine öffentliche Ausschreibung eines ‚Festivals an der Weser‘ nicht erst 2020, sondern 2019. So hatten wir es im Frühjahr in der Deputation verabredet. Diese Ausschreibung soll lokale Akteurinnen und Akteure ansprechen, die sich vorstellen können, solch ein Festival mit höchster kulturfachlicher Qualität zu stemmen. In der Sitzung stellte Emigholz klar, dass es noch Handlungsspielräume für die Kulturdeputation gebe, das Festival bereits schon für 2019 auszuschreiben. Wir fordern die Kulturbehörde auf, genau diese Handlungsspielräume jetzt zu nutzen, um ein transparentes Ausschreibungsverfahren für 2019 zu eröffnen.“

Strunge abschließend: „Wir begrüßen die Offenheit, das Festival auch unter einem anderen Namen stattfinden lassen zu können, denn nicht der Name, sondern die Qualität des kulturellen Programms ist für das Gelingen des Festivals entscheidend. So können sich die Inhaber der Namensrechte der Breminale bewerben, aber auch andere Kulturaktive haben die Möglichkeit, ihre Konzepte einzureichen. Nur ein solches Verfahren stellt sicher, dass das beste Konzept die Förderung erhält.“