Wahlerfolg: Linksfraktion deutlich größer, jünger, weiblicher

Nelson, Miri, TimWas für ein Wahlkampf, was für ein Wahlergebnis. Ich staune immer noch, aber jetzt wird es Zeit das Wahlergebnis zu analysieren und den Vertrauensvorschuss in konstruktive linke politisch Arbeit zu übersetzen. Für DIE LINKE ist die Wahl zur Bremischen Bürgerschaft super gelaufen, das ist offenkundig. Mit 9,5 Prozent konnte wir unser Wahlergebnis von 2011 um fast 4 Prozent erhöhen und haben drei neue Mandate hinzugewonnen. Die fünf Abgeordneten der alten Fraktion ziehen komplett wieder ein und hinzu kommen Nelson Janßen, Sofia Leonidakis und ich. Dadurch ist uns eine deutliche Verbreiterung und Verjüngung der Linksfraktion gelungen. (mehr …)

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Viertel bleibt laut — Diskussion zur Konzertkultur

Rappelvoll ist der Karton, dem Kulturcafé in der Bremer Neustadt. Der Verein Clubverstärker hat geladen, um mit Kneipen- und Clubbesitzer*innen sowie Vertreter*innen vom Stadtamt und Politik über die verschärften Auflagen zu debattieren, die eine lebendige Clubkultur in Bremen derzeit lahmlegen. Seit letztem Herbst gibt es verstärkt Beschwerden von Anwohner*innen, die sich durch abendliche Veranstaltungen in ihrer Nachtruhe gestört fühlen. So war für das Stadtamt das Ruhegefühl einzelner Anwohner*innen wichtiger, als der Erhalt einer vielfältigen Konzertkultur.

Als Einleitung in die Diskussion wirft Sönke Busch die entscheidende Frage auf: Was ist eigentlich Kultur? Busch findet darauf klare Antworten:

„ KulIMG_20150324_171358096_HDRtur ist nicht Musik. Kultur ist auch nicht Literatur, nicht Malerei und nicht Schauspiel und Theater. Kultur ist die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Wie wir das tun, wo wir das tun und warum wir es tun. Und ja, zu Kultur gehören auch die Dinge die nicht scheinend am Sonntag im Weser Kurier über den Klee gelobt werden. Kultur ist der glücklich erleuchtete Mensch nach Peng!, Z, Zucker, Treue, Güterbahnhof, Querlenker, Friese, Bermudadreieck oder sogar Stubu des Sonntag morgens“

In der anschließenden Debatte wird dann doch herzlich wenig darüber gesprochen was Kultur ist und warum es das Viertel, so wie es ist, zu schützen gilt. Interessant ist das klare Statement der freien Kulturmanagerin Julia von Wild, die erklärt, dass die neuen Auflagen Auftrittschancen für Nachwuchskünstler*innen unmöglich machen und das dringend neue Räume für den Nachwuchs geschaffen werden müssen. Norbert Schütz, Inhaber des Litfass, sagt klar und deutlich: „Meine Aufgabe ist nicht nur Bier zu zapfen, sondern auch andere Projekte zu machen, die sonst nicht in einer Kneipe stattfinden. Wenn ich das nicht kann, bin ich genervt“. (mehr …)

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