Uni braucht mehr als reine Wissensvermittlung: Kulturraum ‚Souterrain‘ erhalten!

IMG_20150615_140027619_HDRDer selbstverwaltete Kulturraum „Souterrain“, ehemals Café Kultur, an der Uni Bremen ist von akuter Räumung aufgrund baurechtlicher Bedenken bedroht. Aus Protest gegen die Schließung ist das ganze Café mit Sofas, Lampen und Kaffeemaschine in die Glashalle der Universität umgezogen.

Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN kritisiert die Räumungsanordnung: „Die Universität braucht selbstbestimmte, unkommerzielle Räume in denen Austausch, Vernetzung, Kunst, Kultur, Politik und Entspannung Platz haben. Die plötzliche Räumung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Studierenden, die in den letzten drei Jahren das Kulturprojekt aufgebaut haben. Ich erwarte von der Universitätsleitung ein klares Ja zum Erhalt des selbstverwalteten Kulturraums und unbürokratische Lösungen, die längerfristige Perspektiven für das Projekt ermöglichen. Eine Schließung des Souterrains ist keine Option und muss vom Tisch.“

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Ganz ohne Mut – Rektor setzt per Eilbeschluss Kürzungen an der Universität durch

IMG_20150128_090645324Pressemitteilung vom 5. März 2015

Gestern wurde bekannt, dass Uni-Rektor Bernd Scholz-Reiter einen Katalog von 17 Kürzungsmaßnahmen für die Universität im Alleingang beschlossen hat. Nachdem Studierende seit Dezember die Sitzungen des Akademischen Senats blockiert hatten, um Kürzungen zu verhindern, übergeht der Rektor das höchste beschlussfassende Gremium, den Akademischen Senat, und entscheidet per Eilbeschluss.

„Ich bin enttäuscht, wie leicht der Rektor und die Professor_innen vor der  Bremer Regierung einknicken. Wir alle wissen, dass die Universität seit Jahren unterfinanziert ist und keine weiteren Kürzungen mitmachen kann, ohne bedeutend geschwächt zu werden. Aber nur die Studierenden hatten den Mut, sich ernsthaft gegen die Kürzungen zu positionieren. Auf Unterstützung des Rektorats hofften sie vergeblich“, so Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN Bremen.

Strunge, die als Studentin selbst an den Protesten beteiligt war, weiter: „Es ärgert mich wirklich, dass der dauerhafte Protest nicht ernst genommen wurde. Die Studierenden wollten die Möglichkeit eröffnen, im Wahlkampf neu über die Kürzungspläne zu verhandeln und die Sparpolitik im Hochschulwesen grundsätzlich in Frage zu stellen. Diese Chance wurde nun vertan.“

„Den Eilbeschluss des Rektors halte ich für undemokratisch, auch wenn er die Professor_innen auf seiner Seite hat, die die Mehrheit im Akademischen Senat stellen. Es zeigt vielmehr das strukturelle Demokratiedefizit in der Universität auf, wenn die Forderung von zwölf Professor_innen oder der Eilbeschluss eines Rektors mehr wiegen als die Beschlüsse, die die Vollversammlung der Studierenden gegen die Kürzungen verabschiedet hat. Demokratie sieht für mich anders aus“, findet Miriam Strunge.

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Für eine gut ausgestattete, demokratische und friedliche Hochschullandschaft

Auszug aus dem Wahlprogramm DIE LINKE Bremen

An Uni und Hochschulen im Land studieren 35000 Menschen, in der Wissenschaft arbeiten direkt und indirekt über 20000 Beschäftigte. Dennoch führt die Landesregierung seit Jahren massive Kürzungen durch, die den Hochschulstandort Bremen gefährden. Die Summe, die Bremen aktuell für die Hochschulen und Institute ausgibt, liegt unter der von vor zehn Jahren. 2014 verabschiedete der Senat gegen die Proteste von Studierenden, Beschäftigten und der LINKEN den Wissenschaftsplan 2020, mit dem einschneidende Kürzungen und Fächerschließungen verbunden sind. Mit dem Studiengang Psychologie wurde das am stärksten nachgefragte Fach zur Schließung vorgesehen. Bremen wird aufgrund der aktuellen Kürzungsrunde mehrere tausend Studienplätze verlieren, Schüler*innen werden sich nach ihrem Abschluss in anderen Bundesländern bewerben müssen, die Konkurrenz um die vorhandenen Studienplätze wird größer und die Zugangshürden zum Studium werden weiter verschärft. Der Personalabbau in Lehre und Verwaltung führt zu höherer Arbeitsbelastung, was zudem die Studienbedingungen verschlechtert. (mehr …)

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Studierende protestieren gegen Kürzungsmaßnahmen – Professor_innen fordern undemokratischen Eilbeschluss des Rektorats

Pressemitteilung vom 25.02.2015IMG_20150128_081412028

Heute blockierten erneut zahlreiche Studierende die Sitzung des Akademischen Senats, um die geplanten Kürzungsmaßen an der Universität Bremen zu verhindern. Die Studierenden wollen die jahrelange Unterfinanzierung der Uni genauso wenig hinnehmen, wie die geplanten Kürzungen von 5, 8 Millionen Euro. Sie fordern eine Ausfinanzierung der Bremischen Hochschullandschaft. „ Der Protest der Studierenden ist absolut notwendig, die Kürzungen werden sich definitiv in der Lehre niederschlagen.Vor dem Hintergrund der unzureichenden Grundfinanzierung, überfüllten Seminaren und Lehrenden, die unbezahlte Mehrarbeit leisten, um die Qualität der Lehre noch irgendwie zu gewährleisten, sind weitere Kürzungen im Hochschulbereich nicht zu verantworten“, sagt Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Bremer LINKEN, die seit Monaten an den Protesten beteiligt ist. (mehr …)

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Fritz Storim ist zurück: Studiengang ‚Informatik‘ gibt kritischem Denken an der Uni wieder einen Raum

Pressemitteilung vom 10. Oktober 2014

Pünktlich zu Semesterbeginn gibt es eine erfreuliche Nachricht für alle Studierenden, die einen Blick über den Tellerrand des wissenschaftlichen Mainstreams werfen wollen. Im Seminar von Fritz Storim können Studierende verschiedener Fachrichtungen sich zu aktuellen politischen Themen weiterbilden. Nachdem die Politikwissenschaft Storim den Lehrauftrag entzog, gab es Protest. Nun wird das Seminar unter dem Dach der ‚Informatik‘ wieder angeboten und ist für alle Interessierten offen.

In Storims Seminaren analysieren Studierende nicht nur den Ist-Zustand, sondern gehen gemeinsam der Frage nach, wie Gesellschaft verändert werden kann. Waren solche Angebote an der Uni Bremen einst selbstverständlich, wollte das Institut für Politikwissenschaft Fritz Storim zu diesem Semester unbedingt loswerden und verweigerte ihm die Verlängerung seines Lehrauftrags, den er seit 1992 unentgeltlich ausübt.

Dazu erklärt Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN. Bremen: „Es ist ein Armutszeugnis, dass ein Seminar, das die herrschenden Verhältnisse ernsthaft in Frage stellt, gestrichen werden sollte. Es passt wohl nicht ins Profil der Exzellenzinitiative. Wir brauchen aber gerade mehr kritische Seminare und nicht weniger, sonst kann der umfassende Bildungsanspruch einer Universität nicht gewährleistet werden.“ (mehr …)

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