Verhandlungen um das Alte Sportamt gescheitert: Selbstverwaltete linke Subkultur läuft in Bremen gegen bürokratische Mauern

„Die gescheiterten Verhandlungen um das Alte Sportamt zeigen: In Bremen gibt es kein ernsthaftes Interesse, selbstverwaltete subkulturelle Räume zu erhalten und derartige Freiräume für alternative Projekte zu fördern. Ich bin sehr enttäuscht, dass der Senat den Nutzer*innen des Alten Sportamtes trotz intensiver Verhandlungen nicht entgegen gekommen ist.

In den letzten vier Jahren haben die Nutzer*innen mit viel persönlichem Engagement ein breites, unkommerzielles Kulturangebot geschaffen, das nun ohne Perspektive da steht. In den letzten sechs Monaten der Besetzung hat das Alte Sportamt eine große Welle der Solidarität erfahren, und auch der Stadtteil steht hinter dem selbstverwalteten Kulturzentrum. Alle wollen das Alte Sportamt, aber die Regierung stellt sich quer“, sagt Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Bremer Linksfraktion. (mehr …)

Raumnot für Lehrende und Studierende beenden: Die Universität braucht ein zusätzliches Seminargebäude

„Die Raumsituation an der Uni Bremen ist miserabel. Durch die Umstellung von Diplom zum Bachelor- und Mastersystem haben sich die Lehrveranstaltungen in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht, aber es sind keine zusätzlichen Seminarräume entstanden“,

erklärt Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft. Strunge weiter: „Durch die fehlenden Räumlichkeiten müssen Seminare in den Abendstunden bis 20 Uhr, teilweise sogar bis 22 Uhr, oder am Wochenende angeboten werden. Konzentriertes Lernen ist dann kaum noch möglich und Lehrende und Studierende mit kleinen Kindern sind wieder mit der Unvereinbarkeit von Beruf beziehungsweise Studium und Lehre konfrontiert. Trotz Verlegung von Seminaren in die Abendstunden reichen die Seminarräume vorne und hinten nicht. So musste die Uni 2013 sogar Räumlichkeiten des Atlantic Hotels anmieten, um Vorlesungen stattfinden zulassen.“ (mehr …)

Musik und kulturelle Eigeninitiative nicht behindern – Freiluftpartys ermöglichen!

P1100940Das Thema Freiluftpartys beschäftigt die Politik nun schon seit geraumer Zeit, ohne dass es für die Akteurinnen und Akteure zu akzeptablen Lösungen gekommen ist. Die derzeitigen Regelungen mit lediglich zwei ausgewiesenen Flächen und einer Beschränkung auf 100 Personen haben sich als nicht praktikabel erwiesen.

„Gerade in Zeiten, wo städtische Freiflächen durch zunehmende Wohnbebauung, steigende Mieten und Privatisierung des öffentlichen Raums immer weniger werden, ist es wichtig, dass für Jugend- und Subkulturen Freiräume und kreative Gestaltungsmöglichkeiten erhalten bleiben“,

so Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft. (mehr …)

Zentrum für Humangenetik vor dem Aus: Fraktion DIE LINKE kritisiert Kürzungen an der Uni

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Der Akademische Senat der Uni Bremen hat heute mit Wirkung zum 30. September 2015 über die Schließung des Zentrums für Humangenetik (ZHG) entschieden. Miriam Strunge, wissenschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion, kritisiert:

„Dieser Beschluss verdeutlicht noch einmal die Folgen des verfehlten rot-grünen Wissenschaftsplanes 2020 und der verordneten Sparpolitik im Hochschulwesen. Das Zentrum für Humangenetik  leistet seit Jahren hervorragende Arbeit im Bereich der Tumorforschung und ist ein international anerkanntes Institut. Auch bei Studierenden ist die Humangenetik, insbesondere in der Betreuung von Abschlussarbeiten, beliebt. Damit leistet das Zentrum auch einen wichtigen Beitrag für die Lehre. Eine Schließung des ZHGs ist inhaltlich nicht zu begründen, deshalb wird ausschließlich finanzpolitisch argumentiert. Die Uni ist gezwungen, irgendwo zu sparen, also wird das Zentrum für Humangenetik geschlossen, egal, wie erfolgreich und gesellschaftlich relevant die Forschung ist. Dabei erhält die Krebs- und Tumorforschung  in der heutigen Zeit immer größere Bedeutung. Deshalb hätte man unbedingt nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für das Zentrum suchen müssen.“ (mehr …)

Uni braucht mehr als reine Wissensvermittlung: Kulturraum ‚Souterrain‘ erhalten!

IMG_20150615_140027619_HDRDer selbstverwaltete Kulturraum „Souterrain“, ehemals Café Kultur, an der Uni Bremen ist von akuter Räumung aufgrund baurechtlicher Bedenken bedroht. Aus Protest gegen die Schließung ist das ganze Café mit Sofas, Lampen und Kaffeemaschine in die Glashalle der Universität umgezogen.

Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN kritisiert die Räumungsanordnung: „Die Universität braucht selbstbestimmte, unkommerzielle Räume in denen Austausch, Vernetzung, Kunst, Kultur, Politik und Entspannung Platz haben. Die plötzliche Räumung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Studierenden, die in den letzten drei Jahren das Kulturprojekt aufgebaut haben. Ich erwarte von der Universitätsleitung ein klares Ja zum Erhalt des selbstverwalteten Kulturraums und unbürokratische Lösungen, die längerfristige Perspektiven für das Projekt ermöglichen. Eine Schließung des Souterrains ist keine Option und muss vom Tisch.“

Fraktion DIE LINKE konstituiert: Kristina Vogt als Fraktionsvorsitzende bestätigt, Rupp und Tuncel als Stellvertreter gewählt

H11392853_885092468203485_3154464007532167528_neute Mittag hat sich die neue Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft konstituiert. Die Linksfraktion besteht aus den acht Abgeordneten Kristina Vogt, Klaus-Rainer Rupp, Claudia Bernhard, Cindi Tuncel, Miriam Strunge, Sofia Leonidakis, Peter Erlanson und Nelson Janßen. Mit Nelson Janßen hat die Linksfraktion gegenüber der letzten Wahlperiode wieder einen Bremerhavener Vertreter in ihren Reihen. Die Fraktion ist mit vier weiblichen und vier männlichen Abgeordneten geschlechterparitätisch besetzt. Mit den neu gewählten Abgeordneten Nelson Janßen (24), Sofia Leonidakis (31) und Miriam Strunge (27) hat sich die Linksfraktion deutlich verjüngt.

Bei der Wahl zum Fraktionsvorstand wurde Kristina Vogt ohne Gegenkandidatur einstimmig (ohne Enthaltungen) in ihrem Amt bestätigt. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende wählten die Abgeordneten Klaus-Rainer Rupp und Cindi Tuncel, die beide bereits in der letzten Legislaturperiode der Bürgerschaft angehörten. Auch Rupp und Tuncel wurden einstimmig (ohne Enthaltungen) gewählt. Die Amtsdauer des Fraktionsvorsitzes wurde wie in der vergangenen Legislaturperiode auf vorerst zwei Jahre festgelegt, die der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden auf jeweils ein Jahr.  (mehr …)

Eröffnung der Jugendberufsagentur Bremen-Mitte: Sanktionen sind Mist – Wir brauchen keine Jugend-Jobcenter!

FB_IMG_1430980011665  Heute Vormittag wurde mit viel politischer Prominenz die neue Jugendberufsagentur beim Jobcenter Bremen-Mitte eröffnet. DIE LINKE protestierte mit Boden-Transparent, Flugblättern, Pappmaché-Kuh und symbolischem Misteimer unter dem Motto ‚Keine Jugend-Jobcenter – Sanktionen sind Mist‘.

„Die Jugendberufsagenturen werden keine neuen Ausbildungsplätze schaffen, aber die Zahl der Sanktionen gegenüber Jugendlichen erhöhen“, so Doris Achelwilm und Christoph Spehr, LandessprecherInnen DIE LINKE. Bremen. „Der Senat hat gerade in einer Vorlage für die Arbeitsdeputation ganz offenherzig erklärt: Eine höhere Zahl von ‚Kontakten‘ seitens des Jobcenters führt automatisch zu mehr ‚Meldeversäumnissen‘ und mehr Sanktionen. Man kann also davon ausgehen, dass die ohnehin schon überdurchschnittlich hohen Sanktionen gegenüber Jugendlichen durch die JBAen noch steigen werden. Es gibt nichts zu feiern!“  (mehr …)

Perspektiven für das alte Sportamt bieten – Unkommerziellen Kulturraum in Bremen erhalten

IMG_20150403_195452428_HDRMiriam Strunge, jugendpolitische Sprecherin der LINKEN Bremen, zeigt sich verärgert über den Umgang von Immobilien Bremen gegenüber den Nutzer_innen des alten Sportamts.„Die Kulturschaffenden im alten Sportamt versuchen seit Monaten mit Immobilien Bremen ins Gespräch zu kommen und dürfen dann aus der Zeitung erfahren, dass sie für diesen Sommer noch einmal geduldet sind, danach aber raus müssen.

So geht man nicht mit Nutzer_innen um, das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich in den letzten Jahren für kulturelle Projekte, Konzerte und Filmabende im alten Sportamt eingesetzt haben.“

Seit Donnerstagabend ist das alte Sportamt besetzt, um so den Druck auf Immobilien Bremen, die im Auftrag der Bremer Politik öffentliche Liegenschaften verwalten, zu erhöhen und zu zeigen, dass das alte Sportamt zu Bremen gehört.

Strunge sagt dazu:

„Ich finde die Besetzung des Sportamtes absolut richtig. So wird der Kampf um den Erhalt von unkommerziellen Kulturraum in die Öffentlichkeit getragen.

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Ganz ohne Mut – Rektor setzt per Eilbeschluss Kürzungen an der Universität durch

IMG_20150128_090645324Pressemitteilung vom 5. März 2015

Gestern wurde bekannt, dass Uni-Rektor Bernd Scholz-Reiter einen Katalog von 17 Kürzungsmaßnahmen für die Universität im Alleingang beschlossen hat. Nachdem Studierende seit Dezember die Sitzungen des Akademischen Senats blockiert hatten, um Kürzungen zu verhindern, übergeht der Rektor das höchste beschlussfassende Gremium, den Akademischen Senat, und entscheidet per Eilbeschluss.

„Ich bin enttäuscht, wie leicht der Rektor und die Professor_innen vor der  Bremer Regierung einknicken. Wir alle wissen, dass die Universität seit Jahren unterfinanziert ist und keine weiteren Kürzungen mitmachen kann, ohne bedeutend geschwächt zu werden. Aber nur die Studierenden hatten den Mut, sich ernsthaft gegen die Kürzungen zu positionieren. Auf Unterstützung des Rektorats hofften sie vergeblich“, so Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN Bremen.

Strunge, die als Studentin selbst an den Protesten beteiligt war, weiter: „Es ärgert mich wirklich, dass der dauerhafte Protest nicht ernst genommen wurde. Die Studierenden wollten die Möglichkeit eröffnen, im Wahlkampf neu über die Kürzungspläne zu verhandeln und die Sparpolitik im Hochschulwesen grundsätzlich in Frage zu stellen. Diese Chance wurde nun vertan.“

„Den Eilbeschluss des Rektors halte ich für undemokratisch, auch wenn er die Professor_innen auf seiner Seite hat, die die Mehrheit im Akademischen Senat stellen. Es zeigt vielmehr das strukturelle Demokratiedefizit in der Universität auf, wenn die Forderung von zwölf Professor_innen oder der Eilbeschluss eines Rektors mehr wiegen als die Beschlüsse, die die Vollversammlung der Studierenden gegen die Kürzungen verabschiedet hat. Demokratie sieht für mich anders aus“, findet Miriam Strunge.