Kurz notiert: Unpassender Kommentar zum Mahnmal

Was für ein unpassender Kommentar im Weser-Kurier! Heute Abend findet die Sondersitzung der Kulturdeputation statt mit weiteren Beratungen zum #Mahnmal zur Erinnerung an die massenhafte Beraubung der Jüdinnen & Juden in der NS-Zeit. Endlich liegt ein Kosten- & Zeitplan vor, endlich werden Nägel mit Köpfen gemacht & die Umsetzung des Mahnmals geht voran. Und wer darf das im WK kommentieren? Der Bund der Steuerzahler. Offizieller Experte in Fragen von Kultur- & Erinnerungspolitik. Auch gerne gehört, wenn es um die Finanzierung des Theaters Bremen geht *Ironie off* Er findet – Überraschung – alles viel zu teuer. Schade, ich hätte mir gewünscht, dass im Kommentar vom WK jmd zu Wort kommt, der die Unerlässlichkeit von Erinnerungskultur thematisiert.

Kurz notiert: Lange Nacht der Museen

Ich fand an der langen Nacht der Museen so toll, dass die #Museen als offene Häuser verstanden werden, die voll sind, die lebendig sind, in denen diskutiert & gelacht wird. Museen, die Platz bieten für Musik & Theater & Literatur. Mehr davon! Ich bin überzeugt, dass die Bremer Museen auch im Alltag offener werden können, wenn der Zugang zum Museum leichter wird & #Eintrittshürden abgebaut werden. Deshalb freut es mich, dass die SPD meinen Vorschlag zu einem #kostenfreien #Museumstag in der Woche aufgegriffen hat, auch wenn ich es falsch finde ein Modellprojekt zu starten ohne den Museen finanzielle Rückendeckung zu geben.

LINKE fordert: Freien Eintrittstag in den Museen richtig ausfinanzieren

Auf ihrer Klausurtagung hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion unter anderem einen Antrag beschlossen, der einen Tag mit freiem Eintritt in den öffentlichen Museen vorsieht.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft kommentiert den SPD-Vorschlag: „Schön, dass die SPD unseren Vorschlag aus der Bürgerschaft aufgreift und einen freien Eintrittstag pro Woche in den Museen einführen will. Dies ist ein wichtiger Weg, um die Zugangshürden zur Beteiligung am kulturellen Leben der Stadt zu senken. Der konkrete Antrag der Sozialdemokrat*innen ist aber nur als halbherzig zu bezeichnen. Statt die Museen verbindlich mit zusätzlichen öffentlichen Geldern auszustatten, um die Ausfälle bei den Einnahmen gegenzufinanzieren, wird nur ein Modellprojekt ohne Finanzzusagen angekündigt. Damit besteht die Gefahr, dass die Museen die Einnahmelücken selbst ausbaden müssen. (mehr …)