Gescheiterte JUB-Akkreditierung – Senatsbericht klärt Fragen nicht

Mitte Oktober scheiterte die Systemakkreditierung der privaten Jacobs University Bremen (JUB), die vom Land Bremen bislang mit über 200 Millionen Euro subventioniert wurde und die aktuell einen staatlich finanzierten Medizinstudiengang plant. Eine Systemakkreditierung prüft die Qualitätssicherung der Studiengänge. Der Senat hat dazu nun eine Berichtsbitte der Linksfraktion beantwortet. Demnach wirkt sich die beschriebene Problematik auch auf die staatliche Anerkennung gemäß Hochschulgesetz aus, ohne die die JUB keine akademischen Abschlüsse vergeben darf. Die aktuell auf 10 Jahre befristete Anerkennung läuft zum Jahresende aus, deshalb wollte die JUB eine unbefristete staatliche Anerkennung durch die senatorische Behörde erreichen. Diese Anerkennung wird vor dem Hintergrund der gescheiterten Akkreditierung jetzt nur unter Bedingungen und nur befristet erteilt. Eine unbefristete Anerkennung wird vom Senat als „nicht sachgerecht“ bezeichnet.

Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, kommentiert: „Die Jacobs University ging davon aus, dass die gescheiterte Akkreditierung keine Auswirkungen auf ihre staatliche Anerkennung haben würde, das war offensichtlich eine Fehleinschätzung. Wir finden es überfällig, dass die Wissenschaftsbehörde vor diesem Hintergrund endlich Bedingungen an die Privatuni vorschreibt und nur eine befristete Anerkennung in Aussicht stellt. (mehr …)

Bremen muss für junge Menschen wieder Sehnsuchtsort werden!

Gestern veröffentlichte das Empirica-Institut eine im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Wohnungswirtschaft Bremen-Bremerhaven erstellte Studie unter dem Titel ‚Schwarmstadt Bremen?‘. Das Institut stellt fest, dass Bremen für junge Menschen unter 30 Jahren keine Strahlkraft mehr besitzt und diese sich oft lieber andere Wohnorte wie Hamburg, Leipzig oder aber auch Münster und Osnabrück suchen.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert die Studie: „Die Ergebnisse sind erschreckend, und wir müssen es verdammt ernst nehmen, wenn junge Menschen lieber in Osnabrück oder Münster leben wollen und Bremen nach außen profillos ist. Die Studie zeigt, dass Bremen für junge Menschen nicht mehr so attraktiv ist wie früher. Es fehlt an urbaner Subkultur, die Stadt wird sogar als lethargisch wahrgenommen. Als wesentliches Problem benennt die Studie dabei das Verwaltungshandeln. Junge Kulturinitiativen werden nicht ausreichend unterstützt und laufen oft ins Leere.“Strunge fordert daher ein konsequentes Umsteuern: „Die Studie ist eine Aufforderung an alle Bremer Behörden, ihr Handeln zu überprüfen. Genehmigungen für Kulturevents müssen schnell und unbürokratisch erhältlich sein. Es braucht dringend mehr Räume und Flächen für die Kultur- und Clubszene und gute Initiativen dürfen nicht durch ewig andauernde Verwaltungsprozesse zermürbt werden. Bestes Beispiel ist der Zuckerclub, der über Jahre nach einem neuen Zuhause gesucht hat. Bremen kann nur froh sein, dass die Kulturschaffenden rund ums Zuckernetzwerk einen so langen Atem hatten und trotz aller Widrigkeiten in der Stadt geblieben sind. (mehr …)

Studentische Hilfskräfte protestieren gegen ihre Arbeitsbedingungen

Bezahlung für wissenschaftliche Hilfskräfte

Miriam Strunge fordert eine bessere Entlohnung für studentische Hilfskräfte: "Seit 2003 sind die Stundenlöhne kaum gestiegen. Wer richtig wenig in der Tasche hat, überlegt sich dreimal ob er für 8,84 Euro an der Uni arbeitet, oder lieber im Supermarkt aushilft."

Gepostet von DIE LINKE Land Bremen am Mittwoch, 7. November 2018

Kurz notiert: Unpassender Kommentar zum Mahnmal

Was für ein unpassender Kommentar im Weser-Kurier! Heute Abend findet die Sondersitzung der Kulturdeputation statt mit weiteren Beratungen zum #Mahnmal zur Erinnerung an die massenhafte Beraubung der Jüdinnen & Juden in der NS-Zeit. Endlich liegt ein Kosten- & Zeitplan vor, endlich werden Nägel mit Köpfen gemacht & die Umsetzung des Mahnmals geht voran. Und wer darf das im WK kommentieren? Der Bund der Steuerzahler. Offizieller Experte in Fragen von Kultur- & Erinnerungspolitik. Auch gerne gehört, wenn es um die Finanzierung des Theaters Bremen geht *Ironie off* Er findet – Überraschung – alles viel zu teuer. Schade, ich hätte mir gewünscht, dass im Kommentar vom WK jmd zu Wort kommt, der die Unerlässlichkeit von Erinnerungskultur thematisiert.

Kurz notiert: Lange Nacht der Museen

Ich fand an der langen Nacht der Museen so toll, dass die #Museen als offene Häuser verstanden werden, die voll sind, die lebendig sind, in denen diskutiert & gelacht wird. Museen, die Platz bieten für Musik & Theater & Literatur. Mehr davon! Ich bin überzeugt, dass die Bremer Museen auch im Alltag offener werden können, wenn der Zugang zum Museum leichter wird & #Eintrittshürden abgebaut werden. Deshalb freut es mich, dass die SPD meinen Vorschlag zu einem #kostenfreien #Museumstag in der Woche aufgegriffen hat, auch wenn ich es falsch finde ein Modellprojekt zu starten ohne den Museen finanzielle Rückendeckung zu geben.

LINKE fordert: Freien Eintrittstag in den Museen richtig ausfinanzieren

Auf ihrer Klausurtagung hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion unter anderem einen Antrag beschlossen, der einen Tag mit freiem Eintritt in den öffentlichen Museen vorsieht.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft kommentiert den SPD-Vorschlag: „Schön, dass die SPD unseren Vorschlag aus der Bürgerschaft aufgreift und einen freien Eintrittstag pro Woche in den Museen einführen will. Dies ist ein wichtiger Weg, um die Zugangshürden zur Beteiligung am kulturellen Leben der Stadt zu senken. Der konkrete Antrag der Sozialdemokrat*innen ist aber nur als halbherzig zu bezeichnen. Statt die Museen verbindlich mit zusätzlichen öffentlichen Geldern auszustatten, um die Ausfälle bei den Einnahmen gegenzufinanzieren, wird nur ein Modellprojekt ohne Finanzzusagen angekündigt. Damit besteht die Gefahr, dass die Museen die Einnahmelücken selbst ausbaden müssen. (mehr …)