Feminismus

Sexismus? Is‘ nicht!
Still loving Feminism – Warum Feminismus immer noch topaktuell ist:
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  • Warum bekommen Männer für die gleiche Arbeit immer noch 23 Prozent mehr Geld als Frauen*?
  • Warum wird der Großteil der Hausarbeit und Kindererziehung immer noch von Frauen* erledigt? 
  • Warum sind es immer noch vor allem Frauen*, die in Armut leben? 
  • Warum werden vor allem Frauen* Opfer sexualisierter Gewalt? 
  • Warum leiden so viele Frauen* und Mädchen* unter dem gesellschaftlichen Schönheitswahn?
  • Warum muss ich mich „outen“, wenn ich nicht hetero bin?
Die Unterscheidung „starker Mann“ und „emotionale Frau“ ist nicht von Natur aus gegeben. In der Geschichte haben Menschen diese Unterscheidung gemacht und dabei Männern immer machtvollere Rollen zugewiesen. Frauen* wird Emotionalität und Irrationalität zugeschrieben, während das Männlichkeitsideal stark und selbstbewusst ist. Da die Gesellschaft in der Geschichte vor allem von Männern bestimmt wurde, haben natürlich auch diese meistens entschieden, wer welche Rechte und welchen Einfluss bekommt. Bis heute ist die Gesellschaft von bestimmten Rollenbildern geprägt, die Männern mehr Macht geben und zu ihrer Dominanz in wichtigen Bereichen führen.
Um eine Gesellschaft zu erreichen, in der alle Geschlechter, auch Inter- und Transgender, wirklich gleichberechtigt leben können, müssen wir uns für die Stärkung von Frauen* einsetzen. Wir wollen der Diskriminierung von Frauen* im Beruf genauso entgegentreten wie Alltagssexismus, Homo- und Transfeindlichkeit. Es muss nämlich IMG_20130214_173755nicht so sein, dass die Körper von Frauen* wie Gegenstände betrachtet, kommentiert und behandelt werden. Es muss nicht bei der starren rosa Prinzessinnen-Mädchenwelt und der blauen Fußball-Jungenwelt bleiben. Es muss auch nicht dabei bleiben, dass „Jungs“ nur „Mädchen“ lieben dürfen und umgekehrt. Wir wollen zeigen, dass alle Geschlechteridentitäten und Sexualitäten „normal“ sind. Wer nicht den alten Rollenbildern entspricht, ist genauso „normal“ wie alle anderen auch! 
Wir haben keinen Bock auf Diskriminierung aufgrund des vermeintlichen Geschlechts und wollen deshalb:
ein Ende des gesellschaftlichen Drucks, sich in Rollenbilder pressen zu müssen, also als Frau besonders „weiblich“ und als Mann besonders „männlich“ zu wirken
– gleiche Bezahlung in allen Berufen und gesellschaftliche Anerkennung von Frauen*
– frühzeitige schulische Aufklärung über Sexualität und die Veränderbarkeit von Geschlechterrollen 
einen juristischen Umgang mit sexualisierter Gewalt, der die Betroffenen ernst nimmt. Nein heißt Nein!“ 
* Das Sternchen ist ein Mittel, dass alle Geschlechtsidentitäten jenseits von „männlich“ und „weiblich“ mitdenken will. Dies betrifft z.B. Menschen die nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können oder wollen. Dennoch wollen wir auf die Kategorie „Frau“ zurückgreifen, um die vorherrschende Diskriminierung von „Frauen“ sichtbarzumachen.
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„Frauen mit Kopftuch kommen an Schulen als Putzfrau, aber nicht als Lehrerin“

Das muss sich dringend ändern findet Kübra Gümüşay.

„Wir müssen reden“ meint die Taz Bremen und hat Vertreter*innen der Bremischen Bürgerschaft sowie Frau Gümüşay (Journalistin/Bloggerin) und Habiba Rode (Refrendarin) am 14.04. 2015 zum Gespräch ins Lagerhaus geladen. Seitdem Urteil des Bundesverfassungsgericht am 13.März 2015 dürfen auch Frauen mit Kopftuch Lehrerinnen werden. Das unterstützen LINKE, Grüne und SPD  in Bremen gemeinsam. Die CDU plädiert an demIMG_20150414_193705461 Abend dafür, dass Frauen mit Kopftuch an muslimischen Schulen unterrichten sollten, und nicht an staatlichen. Dass es gar keine muslimischen Schulen in Deutschland gibt, stört sie dabei nicht in ihrer Argumentation.

Problematisch am Gesetzesurteil ist der Punkt, dass Lehrerinnen mit Kopftuch, dann in der Schule arbeiten können, wenn „der Schulfrieden nicht gefährdet sei“. Ob der Schulfrieden gestört ist oder nicht, müssen die Schulen selbst entscheiden. Habiba Rode, selbst Refrendarin mit Kopftuch findet das schwierig, denn so wird die Verantwortung alleine den Schulen übertragen. Frau Gümüsay ist froh über das neue Urteil, findet es aber lächerlich, dass einem Stück Stoff soviel Bedeutung beigemessen wird und errinnert daran, dass

„die Frauen ja nicht vom Himmel fallen, sondern eine Ausbildung zur Lehrerin durchlaufen und auch viele Praktika an Schulen machen“.

(mehr …)

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Kurz notiert: Frauen*kampftag 08.März 2015

We don’t fight for flowers! Solange Frauen Opfer von Gewalt sind, solange Frauen als Sexobjekte betrachtet werden, solange Frauen überwiegend Care Arbeit leisten, ob sie wollen oder nicht. Solange Frauen nicht genauso Ernst genommen werden wie Männer, gehen wir auf die Straße! Für echte Gleichberechtigung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Für ein schönes Leben für alle jenseits von Patriarchat und Kapitalismus. Es gibt noch so viel zu tun, deshalb raus auf die Straße.

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